Frauen in Balance

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Vereinbarkeit: Geht Vollzeitjob mit Kind?

Liebe,

seit Jahrzehnten wird in Deutschland darüber diskutiert, wie sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern lässt. Die Realität ist für viele Eltern trist: Es fehlt an Betreuungsmöglichkeiten, die es beiden Partnern erlauben würden, in Vollzeit ihrem Beruf nachzugehen.

Jetzt zeigt eine neue Studie: Wenn Arbeitgeber ihre Beschäftigten mit Betriebskindergärten oder finanziellen Zuschüssen bei der Betreuung unterstützen, steigert das die Zufriedenheit der Mütter – während die der Väter unbeeinflusst bleibt. Ein Überblick.

Womit befasst sich die Studie genau?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wollte wissen, welche Wirkung eine betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung auf die Eltern entfaltet. Dazu werteten die Forscherinnen Johanna Storck und Verena Lauber Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des aus. Im Rahmen des SOEP erhebt das DIW seit vielen Jahren regelmäßig Daten über die Lebensumstände von Privathaushalten in Deutschland.

Dieser riesige Datenfundus versetzt Wissenschaftler in die Lage, nicht nur die Gegenwart, sondern auch politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Land zu beschreiben.

Um welche Arten von betrieblicher Unterstützung für die Kinderbetreuung geht es?

Unternehmen können eigene Kindergärten betreiben, Belegplätze in benachbarten Einrichtungen reservieren oder ihren Beschäftigten einen finanziellen Zuschuss zahlen, damit diese private Angebote in Anspruch nehmen können. Vor allem Betriebskindergärten gelten als besonders praktisch: Sie befinden sich normalerweise in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes der Eltern, so dass zeitaufwändige Wege zum Bringen und Abholen entfallen.

Grundsätzlich hat Deutschland erheblichen Nachholbedarf bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Nur jede fünfte Frau hierzulande glaubt, dass sie Kinder haben kann, ohne ihrer Karriere zu schaden. Im Schnitt aller G20-Staaten glaubt dies hingegen fast jede zweite Frau. Zwar steigt die Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland seit Jahren, rund zwei Drittel gingen zuletzt einem Beruf nach. Die meisten erwerbstätigen Mütter arbeiten jedoch in Teilzeit – mit negativen Folgen für ihre Karriere, für ihr Einkommen und ihre Alterssicherung. „Dieses Ergebnis könnte man zumindest teilweise darauf zurückführen, dass sich Familienarbeit und Kinderbetreuung nach wie vor primär in der Zuständigkeit der Mütter befinden und folglich auch die Entlastung vermehrt auf Seiten der Mütter messbar ist.“

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Eine neue Studie zeigt jetzt: Wenn Arbeitgeber ihre Beschäftigten mit Betriebskindergärten oder finanziellen Zuschüssen bei der Betreuung unterstützen, steigert das die Zufriedenheit der Mütter – während die der Väter unbeeinflusst bleibt. Ein Überblick.

Womit befasst sich die Studie genau?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wollte wissen, welche Wirkung eine betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung auf die Eltern entfaltet. Dazu werteten die Forscherinnen Johanna Storck und Verena Lauber Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des aus. Im Rahmen des SOEP erhebt das DIW seit vielen Jahren regelmäßig Daten über die Lebensumstände von Privathaushalten in Deutschland.

Dieser riesige Datenfundus versetzt Wissenschaftler in die Lage, nicht nur die Gegenwart, sondern auch politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Land zu beschreiben.

Um welche Arten von betrieblicher Unterstützung für die Kinderbetreuung geht es?

Unternehmen können eigene Kindergärten betreiben, Belegplätze in benachbarten Einrichtungen reservieren oder ihren Beschäftigten einen finanziellen Zuschuss zahlen, damit diese private Angebote in Anspruch nehmen können. Vor allem Betriebskindergärten gelten als besonders praktisch: Sie befinden sich normalerweise in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes der Eltern, so dass zeitaufwändige Wege zum Bringen und Abholen entfallen.

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– See more at: http://muettermagazin.com/vereinbarkeit-kein-vollzeitjob-mit-kind/#sthash.wjNA1V3p.GJ66MfKw.dpuf

Wie macht Ihr das?

Wie vereinbart Ihr Beruf und Kind?

Bei uns geht es nur Dank der Mittagsbetreuung nach der Schule. Bei Bedarf kann unsere Tochter bis 16 Uhr bleiben. Was aber viel wichtiger ist: wir haben uns ein Netzwerk aufgebaut. Eltern von Schulfreunden, die unsere Tochter auch mal mit nach Hause oder zum Sport nehmen könnten zum Beispiel, Freunde, der Patenonkel oder Nachbarn, die ich auch jederzeit ansprechen kann. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön!

Natürlich investiere ich aber auch in dieses Netzwerk. Kein Nehmen oder selber auch zu geben.

Liebe Grüße

Silke

 

P.S. So soll es nicht mehr weitergehen?

Wenn Du mehr erfahren möchtest, empfehle ich den Besuch meines Seminars

Frauen in Balance: Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren.

Familie und Beruf – das ist eine Doppelbelastung. Sie möchten im Beruf beste Performance liefern und zugleich eine gute Mutter sein? Ihre eigene Karriere ist Ihnen ebenso wichtig wie das Wohlergehen Ihrer Kinder? Beruf und Familie – das ist eine Doppelbelastung. Umso konsequenter müssen Sie Prioritäten setzen, delegieren, klare Absprachen treffen, sich organisieren und Ihre Zeit einteilen. Erlernen Sie Strategien, wie Sie mit den Herausforderungen des Berufs- und Familienlebens erfolgreich, zufrieden und ausgewogen umgehen, damit Sie diesen Spagat erfolgreich meistern.
Zur Seminarbeschreibung>>>> Frauen in Balance: erfolgreich in Beruf und Familie

 

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Familienpause bringt Frauen Nachteile im Job – Teilzeitbeschäftigte wollen Rückkehrrecht auf Vollzeit

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass sich die meisten Teilzeitfachkräfte in Deutschland ein Recht auf Rückkehr in ihren Vollzeitjob wünschen. Andererseits sind viele Berufstätige der Meinung, dass auch eine Teilzeitstelle kein Hinderungsgrund ist, in einer Führungsposition zu arbeiten, schreibt die Personalwirtschaft.
Waren mehr als zwei Drittel (69 %) der erwerbstätigen Mütter auf Teilzeitbasis beschäftigt, so waren es bei den erwerbstätigen Vätern in Deutschland lediglich 5 %. Die Mehrheit der Mütter arbeitet also in Teilzeit und verzichtet somit nicht nur auf eine eigene Karriere, sie riskiert auch im Alter zu verarmen.

„Die Aussage von Frauen: Mir reicht ein Minijob, mein Mann verdient ja gut, ist zu kurzfristig gedacht“, davon ist die Gleichstellungsbeauftragte am Landratsamt Regensburg, Maria-Luise Rogowsky, überzeugt. Frauen verdrängen häufig Gedanken an ihre Absicherung im Alter und an Unfall, Trennung oder Ehescheidung wolle niemand denken.

Fehlende Betreuungsmöglichkeiten, teilweise auch hohe Kosten einer Betreuung, ein für Frauen mit Kindern häufig verschlossener Arbeitsmarkt und ein Steuersystem, das doppelt verdienende Paare mit Kindern, kinderlosen gleichstellt bieten den Frauen falsche Anreize auf eine eigene Berufstätigkeit zu verzichten. Die kostenlose Mitversicherung von Ehegatten in der Krankenversicherung und die Minijob-Regelungen sorgen dafür, dass kleine Nebentätigkeiten attraktiv erscheinen. Auf Dauer aber erweisen sie sich, als Karrierekiller. Dabei haben über 80 Prozent der Minijobberinnen eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Karrierekiller Nummer eins ist aber immer noch die Babypause.

Doch Studien belegen, dass die Kosten mit der Dauer der Betriebsabwesenheit signifikant steigen. Durch die mangelnde Praxis, fehlende Routine, die geänderten Methoden, Arbeitsmittel und Änderungen in den Betriebsabläufen oder bei technischen Neuerungen entwerten sich dessen Fachwissen je länger der Mitarbeiter fehlt.

Aus diesen Gründen sollten Arbeitgeber ein Interesse daran haben, schon bei Bekanntgabe einer Schwangerschaft gemeinsam mit der Mitarbeiterin die Elternzeit und den Wiedereinstieg zu planen. Gleiches gilt für Ihre männlichen Mitarbeiter, denn immer mehr Väter gehen in Elternzeit. So vermeiden Unternehmen lange Fehl- und Ausfallzeiten und machen das Know How der Mitarbeiterin schnell wieder nutzbar. Eine gut vorbereitete Elternzeit und ein begleiteter Wiedereinstieg bieten dem Arbeitgeber mehr Planungssicherheit. Kosten für langjährige Vertretungen und die mit der Länge der Elternzeit immer höher wachsenden Wiedereinarbeitungskosten lassen sich senken und Fachkräfte dauerhaft  ans Unternehmen binden.
Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die es Frauen überhaupt erst ermöglicht eine Vollzeitbeschäftigung auszuüben, die nicht nur der Wirtschaft zugutekommt, sondern auch das eigene Alter absichert, ist der wichtigste Schritt auf dem Weg Fachkräfte zu binden und zu finden. Erst wenn Frauen jenseits von starren Kinderbetreuungszeiten, fehlenden Betreuungsplätzen, langen Ferien der Schulen, kurzen Unterrichtszeiten etc. den Kopf frei haben und überhaupt die Zeit für eine qualifizierte und das Leben sichernde Beschäftigung, wenn die Bedingungen und Möglichkeiten erst einmal gleich sind, dann haben Unternehmen qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und die Erwerbstätigkeit von Frauen wird für alle Seiten gewinnbringend steigen.

Dass es auch anders geht, zeigen die Zahlen, wenn man sie rional betrachtet. So waren die Erwerbsmuster der Mütter im Jahr 2012 regional sehr unterschiedlich. Im Westen fiel die Teilzeitquote der Mütter mit 75 % deutlich höher aus, als bei den Müttern im Osten. Hier arbeiteten nur 44 % in Teilzeit.
Umgekehrt verhielt es sich bei den erwerbstätigen Vätern verhielt, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau: 2012 arbeiteten im Osten knapp 8 % der erwerbstätigen Väter in Teilzeit, im Westen waren es 5 %.

Ermittelt hat diese Zahlen das Statistische Bundesamt (Destatis). Zugrunde liegen der Auswertung die Daten des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Dabei wurden Mütter und Väter im Alter zwischen 15 und 64 Jahren betrachtet, die mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt zusammenleben und in der Woche vor der Befragung „aktiv erwerbstätig“ waren.

Die detaillierte Analyse zur Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern können Sie hier downloaden:  Vereinbarkeit von Familie und Beruf_122013.

Mama Teilzeit, Papa Vollzeit: Warum sind deutsche Eltern so konservativ?

Eine neue Allensbach Studie zeigt, die Mehrheit lebt nach wie vor das Modell. Doch wieso ist das so?

Dazu gibt es in der Brigitte Mom einen interessanten Artikel: „Mama Teilzeit, Papa Vollzeit: Warum sind deutsche Eltern so konservativ?“

Frischgebackene Mütter in Ostdeutschland nehmen laut Studie im Schnitt 15 Monate Elternzeit, im Westen sind es 20 Monate. Nach der Elternzeit arbeiten im Osten beide Elternteile mehr als doppelt so häufig in Vollzeit als im Westen.

Mir fehlt zumindest in dem Artikel die Angabe der Stunden, die die Eltern jeweils arbeiten. Damit wäre es aussagekräftiger. Es gibt ja auch die vollzeitnahe Teilzeit, bei der kaum weniger gerabeitet wird, aber die negativen Folgen wie eine schlechte Absicherung im Alter, nicht so gravierend ins Gewicht fallen.

Das Brigitte Mom Team schreibt: „Was aufhorchen lässt: Die meisten befragten Paare gaben an, dass es bei ihren Gesprächen in Sachen Familiengründung vor allem darum ging, wie viele Stunden die Mutter nach der Elternzeit arbeiten werde. Dass der Vater weiterhin Vollzeit arbeitet, wurde gar nicht erst hinterfragt. “

Wie lebt Ihr? Habt Ihr Euch mit Eurem Partner vorher abgesprochen, wer wie veiel Stunden arbeitet?

In dem Artikel heisst es auch, dass 11 Prozent der Männer sich die Betreuung ihrer Kinder nicht zutrauen würden und elf Prozent der Frauen  es nicht gut finden, wenn, wenn ihr Partner das Kind mehrheitlich allein betreuen würde. Macht zusammen 22 Prozent, die das Gefühl haben, das Kind sei beim Vater nicht ganz so gut aufgehoben wie bei der Mutter.

Seht Ihr das auch so? Würden Eure Partner das Kind nicht so gut betreuen wie Ihr selber?

 

 

Das „Institut für Demoskopie Allensbach“ hat für die Studie Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf mehr als 3000 Mütter und Väter mit Kindern unter sechs Jahren befragt.

 

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