Frauen in Balance

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Tu doch mal wieder öfter etwas, das Dir gut tut!

Liebe Leserin,

was würdest Du tun, wenn heute ein Tag nur für dich wäre?

Wie sieht Dein Lieblingstag aus?
Ich finde die Idee sehr gut, sich in regelmäßigen Abständen einen Tag einzulegen, an dem man Dinge tut, die man ganz besonders mag. Zum Beispiel bewusst die Liebelingsmusik zu hören, statt wie sonst Radio oder Kinder CD´s im Auto. Das eigene Lieblingsessen zu kochen und nicht was den anderen gut schmeckt. Mal wieder einen Lieblingsfilm anschauen, in die Sauna gehen oder ein herrlich langes Bad nehmen, ohne das ein Kind mit in der Wanne hockt. Statt im Haushalt herumzuwirbeln Tee kochen und sich eine halbe Stunde mit einer Zeitschrift oder einem Buch auf die Couch zu setzen.

Leider tun wir uns selber viel zu selten etwas Gutes. Warum eigentlich?

Also nimm Dir Zeit für dich, verwöhn dich ab und zu! Denn Du bist wichtig!

Herzliche Grüße

Was tust Du eigentlich für dich?

Komische Frage, oder?
Wir haben eine Tochter, da ist immer viel zu tun und die Zeit generell zu knapp. Alles was mit dem Job zu tun hat, quetsche ich in die dafür festgelegte Zeit. Dazu der Haushalt, Garten, Verwandte und Freunde. Mal einen schönen Abend mit meinem Mann zu verbringen ist zurzeit schon eine echte Herausforderung. Im Kino oder Kabarett waren wir auch lange nicht mehr.
Aber was tue ich eigentlich für mich?
Bin ich nicht herausgefordert, auf eine gute Balance in meinem Leben zu achten? Nicht nur manchmal, sondern täglich wieder?
Früher haben bei mir Sport und das Auspowern dabei Stress und Anspannungen abgebaut. Doch heute ist das nicht mehr so. Meine Einstellung zum Sport ist eine viel entspanntere geworden.

Aber wie finde ich dann einen Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung?
Ich könnte feste Auszeiten einplanen in meinen Wochenablauf. Es nicht einfach so laufen zu lassen, sondern meine Termine und Pausen planen und mich auch daran zu halten. Lange gehörte ich nicht zu den Listenschreibern und den im Voraus Planern. Klar notierte ich mir Termine, doch darüber hinaus konnte ich mit to do Listen und Co nicht viel anfangen. Seit einiger Zeit höre ich mehr auf meinen Körper und darauf wie er reagiert in den unterschiedlichen Situationen. Und wenn ich dann merke, es ist Zeit für eine Pause oder ich habe zu etwas gar keine Lust, dann gönne ich mir auch diese Auszeit. Statt wie früher weiter zu machen, um möglichst schnell fertig zu werden und das mir vorgenommene auch zu schaffen, achte ich mehr darauf, dass es mir gut geht.

Früher ging still sitzen gar nicht und auch heute ist das noch eine echte Herausforderung. Doch ich versuche mich im Nichtstun. Die Zeit vertrödeln, ohne Zweck, scheinbar sinnlos. Spielplätze waren früher so ein Ort. Meine Tochter spielte und ich musste versuchen mich ganz ihr zu widmen, statt das Gedanken Karussell im Kopf rotieren zu lassen. Dies muss ich noch tun, jenen anrufen, die Mail noch beantworten und und und…Nicht immer gelang das. Später als sie grösser war und mit anderen Kindern spielte, waren Spielplätze oder die Zeit in der sie Sport machte, eine gute Gelegenheit auch einmal nichts zu tun. Gedanken ziehen zu lassen. Herunterzukommen, Abzuschalten.
Was mir wieder viel Spaß macht und  was ich lange nicht konnte, weil es noch so viele Fachbücher zu lesen gibt, bis vor kurzem mein eigenes Buch erste Priorität hatte und Seminare und Trainings anstanden, ist lesen. Wunderbare Schmöker. Bücher, die einen in ihren Bann ziehen und nicht mehr los lassen. Einfach abtauchen in andere Leben und Abenteuer, ohne dass ich mich besonders geistig anstrengen muss. Ich darf mich unterhalten lassen! Einfach so. Diese Romane erfordern keinerlei intellektuelle Auseinandersetzung und bringen mich auch beruflich oder in meiner Weiterbildung nicht weiter. Doch sie geben mir spannende Stunden, die mich auftanken, wieder Kraft und Fantasie für den Alltag sammeln lassen.
Wie wunderbar.
Auf den nächsten Urlaub mit ganz viel Zeit zum Lesen, freue ich mich jetzt schon sehr!
Herzliche Grüße

Silke Mekat

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