Frauen in Balance

Archiv für Februar, 2016

Zeit sinnvoll nutzen

Liebe Leserin,

an manchen Tagen hätten wir gern mehr Zeit. Da scheinen die 24 Stunden des Tages einfach nicht auszureichen, alles zu schaffen. Wir hetzten von Termin zu Termin. Von to do zu to und scheinen doch der Zeit hinterher zu rennen.

Sicherlich kennst Du auch diese typischen Fallen:

  • zu viel auf einmal tun wollen
  • planlos drauflosarbeiten
  • überflüssige und zu lange Besprechungen absitzen
  • unangenehme Aufgaben aufschieben
  • nicht „Nein“ sagen können
  • sich mit Perfektionismus aufhalten
  • durch mangelnde Selbstdisziplin ins Stolpern kommen

Eine strukturierte Zeitplanung kann hier viel bewirken, höre ich dann immer wieder.

Die eigene Arbeit, die Termine und Verpflichtungen systematisieren – klingt für mich, die ich ungern Listen schreibe, furchtbar öde und nach noch mehr Arbeit. Es ist aber sinnvoll, um Prioritäten setzen zu können, sich nicht zu verzetteln und die innere Balance zu bewahren.
Sonst habe ich wieder einen Vormittag mit lauter Dingen verbracht, die zwar erledigt werden müssen, die aber meine to dos im Job nicht voran gebracht haben. Das muss sich ändern. Ein Tipp, um weniger Zeit zu vertrödeln mit ungeplanten Dingen ist, den kommenden Tag am bereits am Ende des Vortages zu planen. Gedanklich den nächsten Tag durchzugehen und zu überlegen, was ansteht. In eine Kalender mit einseitiger Tagesübersicht einzutragen, was anliegt, also Termine, to dos, Telefonate, Ziele und Ideen. Über Nacht kann sich so das Unterbewusstsein schon mal ein paar Gedanken dazu machen, und Sie gehen gut vorbereitet in den neuen Tag.

Doch nicht nur den neuen Tag bereits im Vorfeld zu strukturieren, gibt mehr Transparenz und Struktur, auch die folgenden Tipps können allen helfen, die ihr Leben – ob privat oder beruflich – besser managen wollen.

Räume auf

Nein, nicht das Kinderzimmer oder den Keller, auch wenn Unordnung dort, nerven kann und Kräfte zehrt. Es geht um Deinen Arbeitsplatz. Den Schreibtisch am Ende des Tages aufzuräumen, hat besser geklappt, als ich noch festangestellt in einem Verlag arbeitete. Doch auch heute bemühe ich mich, abends Ordnung zu schaffen und nicht am nächsten Morgen zurück ins Chaos zu kehren. Es soll ja Menschen geben, die das „kreative Chaos“ brauchen, die meisten –und zu denen zähle ich auch – verlieren dabei aber den Überblick und einiges andere mehr. Doch nicht nur der Schreibtisch ist anschließend aufgeräumt, beim Ordnen von Post, Papieren und Notizen kommt auch Ordnung in Deinen Kopf. So hast Du hinterher schnell alle Informationen parat, die du für deine Planung brauchst. Gleiches gilt übrigens für die Ecke, in der Du alle Prospekte, Zettel aus dem Kindergarten, Einkaufslisten etc. sammeln. Auch hier gilt es aufzuräumen.

Plane Pausen ein

Wie oben schon erwähnt, könnten manche Tage mehr Stunden haben, als mir zur Verfügung stehen und ich sinke am Ende erschöpft auf die Couch. Doch der Tagesplan und das Pensum, das man sich auferlegt, sollten realistisch sein. Packen wir zu viel in einen Tag, können wir das Pensum nicht schaffen, und werden nie mit uns zufrieden sein. Zeitliche Puffer zwischendurch für Unvorhergesehenes oder Pausen zur Entspannung sind also unbedingt notwendig, um am Ende des Tages weder frustriert, noch erschöpft zu sein.

Setze Prioritäten

Stell Dir immer wieder von neuem die Fragen nach den Prioritäten: Worauf kommt es heute an? Was bringt mich meinen Zielen näher? Was würde passieren, wenn ich diese Aufgabe oder diesen Anruf heute nicht erledige? Alles was sofort erledigt werden muss, sollte man auch gleich tun. Dinge aber, die nicht dringend und nicht wichtig sind, dürfen gerne auch auf die lange Bank geschoben werden. Manches erledigt sich dann vielleicht auch mit der Zeit von selber.

Bilde Zeitblöcke

Die Kinder sind in der Schule oder im Kindergarten? Wunderbar, denn zwischen neun und zwölf Uhr sind die meisten Menschen am kreativsten. Deshalb solltest Du am besten anspruchsvolle und wichtige Arbeiten, to dos, Telefonate, Termine etc. auf den Vormittag legen. Routinearbeiten, unproblematische Anrufe und E-Mails dagegen, lassen sich auch in das Mittagstief (zwischen 13 und 15 Uhr) schieben. Und am Nachmittag kann es dann zum Beispiel mit weniger dringenden und wichtigen Aufgabe weitergehen.

Plane Belohnungen ein

Du hast ein unangenehmes Telefonat geführt? Eine schwierige Aufgabe erledigt? Dann gönne Dir etwas Gutes, zum Beispiel eine Tee Pause oder eine Entspannungsübung.

„Was ist wichtig für mich?“

Kinder, Partner, Kollegen oder Chefs, die meisten Menschen, die etwas von uns wollen, hätten dies am liebsten sofort. Auch wenn es vielleicht gar nicht so dringend ist. Ständig durchkreuzt irgendetwas oder irgendwer unsere so schön gemachte Planung. Dagegen lässt sich etwas tun, sei ruhig einmal egoistisch und frage Dich ab und an „Was ist wichtig für mich?“. Niemand kann alles auf einmal erledigen und es allen recht machen.

Beende den Tag positiv

Plane am Ende des Arbeitstages Raum für Aufgaben ein, die Du gerne tust, so startest du nicht gehetzt in privaten Termine und to dos, sondern kommen dort entspannt und gut gelaunt an.

Gleiches gilt für den privaten Alltag, auch hier solltest Du den Tag positiv zu Ende gehen lassen und es dir mit einem Buch gemütlich machen, dich mit dem Partner unterhalten, schöne Dinge Revue passieren lassen und den neuen Tag gedanklich schon einmal strukturieren.

Dann versinken die Tage nicht mehr im Chaos und wir fragen uns nicht mehr, wo ist nur die Zeit geblieben.

Herzliche Grüße

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Hallo,
nur noch wenige Tage zur Anmeldung. Im März findet das nächste Seminar der Haufe Akademie: Frauen in Balance: Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren in Hamburg statt.

Bist Du mit dabei?
Alle Daten auf einen Blick
– 17. Und 18. März 2016
– 9:00 – 17:00 Uhr
– Leonardo Hotel Hamburg City Nord

Inhalt:
• 100 % Beruf + 100 % Familie = 200 % Einsatz?
• Zeit- und Projektmanagement im Alltag mit Beruf und Familie.
• Effektive Arbeitsstrategien für Mütter – das Ziel ist die Balance.
• Raus aus der Perfektionismus-Falle
• Meine Energiebilanz: Eigene Stressmuster erkennen
• Work-Life-Balance: Karriere und Privatleben im Einklang.
Hierzu laden wir auch Dich herzlich ein! Lass Dich inspirieren!
Sämtliche Informationen rund um das Seminar sowie die Anmeldemöglichkeit findest Du unter: https://www.haufe-akademie.de/94.17
Ich freue mich auf Dein Kommen!

Herzliche Grüße
Silke Mekat

Buchempfehlung: Silke Mekats 1. Buch ist erschienen! Mehr Infos auf Haufe.de Elternzeit, Elterngeld plus und beruflicher Wiedereinstieg – inkl. Arbeitshilfen online

 

Entrümpeln: 7 Dinge in 1 Woche

Liebe Leserin,

Birgit Geistbeck hatte im Januar zu einer Aktion aufgerufen, die ich hier gerne teilen möchte.

Wir alle haben viel zu viele Dinge um uns herum. In den Schränken und Schubladen. Im Keller oder auf dem Dachboden. Viele von euch da draußen, haben sicher auch viel zu viel Kram, den wir eigentlich gar nicht mehr brauchen. Nur das Aufraffen endlich mit dem Entrümpeln zu beginnen – dass ist so eine Sache.

Hier hatte Birgit zu einer gemeinsamen Aktion aufgerufen, denn zusammen ist es einfach viel leichter. Wie genau die Entrümplung funktionieren kann, liest Du hier: 7/1 – 7 Dinge in einer Woche

Auch ich habe mitgemacht und mit dem, was mir elicht fiel angefangen: Kleidung.

Also den Stapel Blusen aussortiert, der mich schon lange nervte. Dann ging es weiter ins Kinderzimmer, auch hier fällt es mir leicht. Unsere Tochter wächst sehr schnell, also konnte wieder was aus dem Kleiderschrank raus. Dazu noch das eine oder andere Spielzeug. CDs für die sie zu alt ist inzwischen bekommt eine Freundin mit Baby und über andere freute sich eine Freundin.

Was aussortiert wurde, wird sortiert und kommt zu ebay Kleinanzeigen und in eine Tauschbörse.

Tauschbörse für Bücher, DVDs, Musik, Spiele u.v.m.

Tauschen, statt verkaufen empfinde ich als sehr angenehm und es hat noch einen Nebeneffekt. Unsere Tochter lernt so sich von Spielsachen, Büchern und Kleidung zu trennen.
Sie geht in die 1. Klasse und hat den einen oder anderen Wunsch. Mit Geld kann sie aber noch nicht viel anfangen, das ist zu abstrakt.

Du musst etwas hergeben, um etwas neues zu bekommen 

Diese Logik versteht sie aber schon sehr gut. Vor ein paar Wochen fragte sie, als sie im Auto Päckchen liegen sah, ob ich wieder was von ihren Sachen weggenommen hätte. Ja, hatte ich. Am Abend zuvor hatte sie sich Stoffe für eine Mütze und einen Loop Schal aussuchen dürfen und dies konnte ich nun als Anlass nehmen und ihr erklären, dass nur wenn sie Dinge, für die sie zu gross oder zu alt geworden ist hergibt, kann sie neues wie z.B. eine coole Beanie Mütze und den Loop bekommen. Das leuchtet ihr das ein und so ist es seitdem kein Thema mehr bei uns, wenn ich Spielsachen, Bücher und Kleidung aussortiere.
Ganz offen gehen wir jetzt damit um und sie bringt selber Dinge, die sie nicht mehr braucht. Heute kam ein Päckchen mit  drei Mariella Meermädchen Büchern, dafür hatte sie ihren Baby Born Vespa Roller hergegeben. Denn dafür ist sie ja schon viel zu alt 😉

Und lieber stelle ich die Sachen bei Tauschticekt ein, als auf dem Flohmarkt über 50 Cent zu diskutieren 😉 mit meinen Wochenenden, weiss ich schöneres anzustellen.

Herzliche Grüße und viel Spass beim Entrümpeln

 

 

Wenn Du es eilig hast, gehe langsam

Liebe Leserin,

an dem Spruch ist viel Wahres dran.

Mir tut es manchmal gut, wenn ich mich daran erinnere, an das was ich erreicht habe. Wo ich heute im Vergleich zu vor wenigen Wochen oder vor einem Jahr oder gar vor fünf Jahren stehe. Das, was da ist, auch mal zu würdigen. Meine Erfolge zu feiern.

Viel zu häufig rattern wir im Hasterrad des Alltags weiter und sind uns der erreichten Ziele und Erfolge gar nicht bewusst.

Vielleicht muss ich mich nicht mehr und immer mehr anstrengen, um ein Ziel zu erreichen.

Meine Erwartungen an mich selbst darf ich herunter schrauben, weil ich gar nicht immer 150% geben muss.

Manchmal tut es auch gut ein wenig langsamer zu gehen und das Erreichte zu geniessen.

Eine herrlich entspannende und befreiende Erkenntnis. Erleichternd, denn manchmal ist das so einfache gut.

Herzlich Grüße

Immer mehr Unternehmen setzen auf familienfreundliche Maßnahmen – Dein Arbeitgeber auch?

Liebe Leserin,

in einer Umfrage unter 3.000 Personalverantwortlichen zeigt sich, dass drei Viertel der befragten Unternehmen in den letzten fünf Jahren ihre familienfreundlichen Maßnahmen weiter ausgebaut haben. Inzwischen engagieren sich auch kleinere Unternehmen immer stärker. Gerade auf die Umsetzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen legen die Beschäftigten zunehmend Wert.

Doch das Ergebnis zeigt auch, dass bei fast jedem fünften Unternehmen die Arbeitszeitmodelle nicht den Wünschen der Beschäftigten entsprechen (81%).

Wie sehen Deine Erfahrungen damit aus? Wie geht Dein Arbeitgeber auf deine Wünsche ein?

Vielleicht sind solche Zahlen auch eine gute Möglichkeit mit dem eigenen Chef über die Einführung familienfreundlicher Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder ein Seminar zur Unterstützung zu reden.

Herzliche Grüße


P.S. Die ausführliche Präsentation der Ergebnisse können Sie auf unserer Seite einsehen: http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=70&pi…. Die Untersuchung wurde vom Bundesverband der Personalmanager (BPM) in Kooperation mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ durchgeführt.

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